Bolt Thrower

Honor, Valour, Pride



Auch wenn Bolt Thrower sowas nicht nötig haben, kriegt Honor, Valour, Pride zuerstmal Bernis Pokal für eins der besten CD-Cover aller Zeiten: Aufwändige und schöne Grafik auf fast jedem Quardratzentimeter. Nach allen 4 Seiten ausklappbar, alles mit höchster Sorgfalt gestaltet und passt auch noch gut zum Anliegen.
Das ist bei Bolt Thrower seit jeher: Mit voller Wucht losknüppeln und sich selbst dabei nicht allzu ernst nehmen. Eine Einstellung, die ich fast immer großartig finde. Hier wird nun die Kämpfer-Mentalität mittels grafischer Anleihen bei den Ego-Shootern unter den Computerspielen kräftig überzeichnet. In diesem Zusammenhang ist wohl auch der Titel dieses Geschosses zu sehen, der die soldatischen Werte derartig laut ausspricht, wie es sich noch nicht mal George Bush mehr traut (logo, dass nun wieder einige Soziologie-Seminare über die Verrohung der Sitten sinnieren werden... ;-)
Soundtechnisch wird wie üblich eins der fettesten Bretter gefahren, die aktuelle Produtionstechnik nur hergibt. Waren Bolt Thrower früher sehr dem Speed verpflichtet, wird inzwischen den einen oder anderen Gang zurück geschaltet (man wird ja auch nicht jünger ;-) was der Durchschlagkraft aber keinen Abbruch tut. Bolt Thrower beackern also weiterhin unverdrossen das Feld, was Slayer und Metallica vor über 10 Jahren aufgegeben haben- und zwar sehr überzeugend (DAS würde ich "True Metal" nennen- wenn sie mich nicht dafür auslachen würden...). Es scheint heutzutage nicht viele zu geben, die hier ranreichen.
(Und der Monster-Gesang ist natürlich auch wie immer)

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