Soilwork

Predator‘s Portrait



Soilwork drücken auf Predator's Portrait ansatzlos aufs Gas- gut so. Der Sound rockt dick (auch wenn das Gitarren-technisch der Säge-Sound ist, den ich nicht so gut vertrage)- geht alles massiv nach vorne, da kann man nicht meckern. Positiv: Der Heldentenor bleibt im Opernhaus ;-) nur die Arrangements von Soilwork haben für meinen Geschmack doch so einige Theatralik. Gerade die Gitarrensoli kommen doch etwas... elegisch ;-) Keyboard ist auch dabei, kann aber wenig Akzente setzen. Für mich zeigt sich hier mal wieder: Keyboards und fetter Rock gehen nur in begründeten Ausnahmefällen zusammen. Nicht, weil ich was gegen Keyboards hätte. Sondern weil die Keys meist im nullkommanix von der Gitarrenwand platt gewalzt werden, solange man sie nicht konsequent für Noises nutzt (nur leider ist ein echter Keyboarder mit solcher Beschäftigung meist völlig unterfordert). So bleibt hier wie so oft der Katzentisch: Ab und zu geben die Akkorde mal nem Chorus einen leicht doomigen Anstrich und das wars.
Trotzdem: Wer die epische Breite (auf Gitarrenseite) zu schätzen weiß, kriegt hiermit ein Ding, das mächtig losgeht.

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